Rückblick von Gerda Kunz, vorgetragen auf
dem Bruckenauer Treffen 2005, in Nürnberg
Bilder: Manfred Loris
Vorwort:
Die Bruckenauer – Banater Schwaben – dieser ehemals
großen deutschen Volksgruppe im Banat, die im 18. Jahrhundert aus
vielen Teilen des deutschen Sprachraums dort angesiedelt wurden, ist es
sicherlich nicht leicht gefallen, in einer über Jahrhunderte hinweg
sehr bewegten Geschichte zu einer geschlossenen Gruppe zusammenzuwachsen.
Krieg, Enteignung, Verschleppung und mehr als 40 Jahre kommunistischer
Diktatur mit dem Ziel der Entnationalisierung sind die Ursachen des Niedergangs
dieser auslanddeutschen Gruppe in Südosteuropa, und somit auch unserer
Bruckenauer.
Einige unserer Landsleute, die in der deutschen
Armee Dienst geleistet hatten, blieben nach dem Zweiten Weltkrieg freiwillig
oder gezwungenermaßen in Deutschland (20 P.), da ihnen die Heimreise
unsicher schien und die politische Lage in Rumänen nicht viel versprechend
war. Andere haben in Österreich (5 P.), England (3 P.), USA (2 P.)
und Kanada (1 P.) Bleibe gefunden. Außerdem wurden Frauen, Männer
und Jugendliche von der Deportation aus Russland nach Deutschland entlassen.
Davon bleiben hier 3 Personen, 2 gingen in die USA und 1 Person nach Österreich.
Wo immer auch in der Welt unsere Bruckenauer
eine neue Heimat gefunden haben oder jetzt noch in Bruckenau oder anderen
Teilen Rumäniens leben, fühlten und fühlen sich auch heute
noch – möchte ich einfach behaupten – unserer Gemeinschaft verbunden.
Die meisten sind in das Land ihrer Ahnen, in
die Bundesrepublik Deutschland, wieder zurückgekehrt (959 Personen).
Die ersten Bruckenauer in der BRD bildeten eine kleine Gruppe, was somit
auch die Gründung einer eigenen HOG erschwerte. Trotzdem gab es aber
immer eine Kontakt- und Vertrauensperson bzw. einen Vertreter unsere Gemeinde
bei der Landsmannschaft der Banater Schwaben bis zur Gründung der
Bruckenauer HOG. In chronologischer Reihenfolge möchte ich sie namentlich
erwähnen: Josef Junkert, Mathias Remmel (Vater von Raimund Remmel),
danach wieder ein Mathias Remmel sen. (Osthofen) und Mathias Schiller sein.
(Osthofen).
Infolge des Abkommens von 1978 zwischen Deutschland
und Rumänien, das die Ausreisen erleichterte, wuchs auch die Zahl
der Bruckenauer in der Bundesrepublik.
Um die in unsere Heimatgemeinde, durch Generationen
gewachsene Dorfgemeinschaft, zu bewahren und die menschlichen Verbindungen
über die nunmehrige Zerstreuung hinweg aufrecht zu erhalten und weiter
zu entwickeln, überlegten unsere Landsleute eine eigene Heimatortsgemeinschaft
zu gründen.
1980
Am 06. September 1980 haben sich 80 Bruckenauer in Osthofen zum
ersten Mal zusammengefunden. Für Stunden sollte ein Stück Heimat
hier wieder aufscheinen: im Wiedersehen, im Gespräch, in der Erinnerung,
in der Freude am Beisammensein.
Mit einem Festgottesdienst begann dieser Tag. Großen Eindruck
machte auf alle Anwesenden der feierliche Gesang, der nach heimatlicher
Art von einem aus Landsleuten bestehenden Chor, vorgetragen wurde.
Im Anschluss, traf man sich zum gemütlichen Beisammensein ein.
Organisator dieses Treffens, Mathias Schiller, bot einen Rückblick
über die harten Jahre der Ansiedlungszeit und die 250-jährige
Geschichte unsere Volksgruppe. Gut informiert zeigte sich auch Franz Kratzer
sen., als er über die Geschichte unseres Dorfes berichtete. Mathias
Remmel sen., damaliger Vertreter der Bruckenauer in der Landsmannschaft
der Banater Schwaben, erläutere Sinn und Zweck der Heimatortsgemeinschaften.
Es gab auch schon Überlegungen dazu, nur waren die Vorraussetzungen
nicht gegeben.
Mit Tanz und Unterhaltung wurde das Treffen fortgesetzt. Große
Begeisterung lößte ein Volkstanz der Donaudeutschen Tanz- und
Trachtengruppe von Osthofen aus.
Als man in den frühen Morgenstunden zufrieden auseinander ging,
waren sich alle einig, dass solche Begegnungen alle zwei Jahre stattfinden
sollten.
1985
Es
dauerte aber länger, somit fand das zweite Treffen erst 1985, am 31.
August statt. Diesmal traf man sich in Nürnberg und die Beteiligung
der Bruckenauer an diesem Fest übertraf alle Erwartungen.
Der Tag begann mit einem Festgottesdienst, der durch den Bruckenauer
Chor, geleitet von unserer Kantorin Eva Schmidt, unter Orgelbegleitung
von Reinhardt Scherer, musikalisch umrahmt wurde.
Das Hauptthema des Nachmittages war die Gründung der HOG – Bruckenau
mit Vorstandswahlen. Als Vorsitzender wurde Ludwig Junkert (Ulm) einstimmig
gewählt.
Nicht weniger von Bedeutung waren doch die Gespräche über
die Herausgabe des Bruckenauer Heimatbuches, das schon von Mathias Schiller
und Mathias Remmel sen. in die Wege geleitet wurde.
Beim anschließenden Tanz und Gesprächen fühlten sich
die Bruckenauer wieder wie daheim und man legte fest, sich in zwei Jahren
zu treffen.
1987
Und so kam es auch. 1987 traf man sich fast genau auf den Tag zum dritten
Bruckenauer Heimattreffen, wieder in Nürnberg. Als Hauptthema am Nachmittag
waren Sinn und Zweck der HOG und Vorsitzende Ludwig Junkert schilderte
dies sehr erläutert in seinem Rechenschaftsbericht.
Auch
Mitglied in der Landesmannschaft zu sein, konnte er den Bruckenauer sehr
schmackhaft darstellen. Nicht zuletzt appellierte er auch wieder an alle,
beizutragen, die große Aufgabe der Herausgabe unserer Ortsmonographie
ernst zu nehmen, und in jeglicher Form zu unterstützen. Gute Unterhaltung,
Tanz, Gespräche, Erinnerungen und Frohsinn kamen diesmal auch wieder
nicht zu kurz und man verabschiedete sich mit dem Versprechen in 2 Jahren
sich wieder zu treffen.
1989
Zum
vierten Heimattreffen am 20. Mai 1989 hat die Bruckenauer Heimatortsgemeinschaft
sein Landsleute nach Osthofen eingeladen. Dieses Treffen fiel genau auf
den Tag unseres Kirchwehfestes in Bruckenau. Diesmal konnten 300 Landsleute
begrüßt werden.
Bei der Neuwahl am Nachmittag, hat man den bisherigen Vorstand der
HOG auf zwei weitere Jahre bestätigt.
Es folgten angenehme und gemütliche Stunden, in denen die Landsleute
Erinnerungen austauschen konnten, Neuigkeiten erfuhren und Gelegenheit
hatten, sich einmal rumdum so ganz sorglos wohl zu fühlen. Dazu trugen
auch die Volkstänze einer Tanzgruppe aus Osthofen bei, wie auch die
vorgetragenen Kirchweihsprüche.
In den frühen Morgenstunden verabschiedete man sich in der Hoffnung,
auch beim nächsten Heimattreffen in zwei Jahren alle mit dabei zu
sein.
1991
Am 25. Mai 1991 gab es ein frohes Wiedersehen mit vielen Bekannten,
Freunden, Nachbarn und Verwandten zum fünften Heimattreffen in Nürnberg.
Auch diesmal, genau auf den Kirchweihtag, dem Fest der Hl. Dreifaltigkeit,
gab der Begegnung eine besondere Note. Dies ging aus dem einfühlsam
gestalteten Gottesdienst, bei dem, auch Kinder und Jugendliche in Bruckenauer
Tracht Aufstellung nahmen, hervor. Diesmal konnte Mitvorsitzender Mathias
Remmel jun. Über 350 Bruckenauer Landsleute aus dem In- und Ausland
begrüßen.
Vorsitzender Ludwig Junkert hat in seinem Rechenschaftsbericht besonders
die Paketaktion hervorgehoben, die für die noch in Bruckenauer lebenden
Landsleuten geleistet wurde. Ebenso appellierte er wieder an alle Anwesenden,
dass die Herausgabe unseres Heimatbuches von großer Wichtigkeit ist,
nur sind die notwendigen finantiellen Mitteln nicht ausreichend, wie auch
aus dem Kassenbericht von Katharina Donos hervorging.
Auch diesmal standen Neuwahlen an. Der bisherige Vorstand wurde auf
weitere vier Jahre hinaus bestätigt. Als zweiter Vorsitzender wurde
Manfred Loris, Nürnberg, hinzugewählt, da hier in Nürnberg
der größte Teil der Bruckenauer ansässig sind.
Eine gelungene Fotoausstellung über Bruckenau und ein Videofilm
dazu, ließen die Herzen der Bruckenauer beim Betrachten höher
schlagen und bei so manchem ein bischen Wehmut aufkommen.
Es war rumdum mal wieder ein gelungenes Fest und beim Abschiednehmen
erklang einstimmig der Wunsch, sich in zwei Jahren wieder zu sehen.
1993
05. Juni 1993 – sechstes Bruckenauer Treffen in Nürnberg, wo man
nahezu 300 Landsleute begrüßen konnte.
Bedingt durch den Tod des Vorsitzenden Ludwig Junkert fanden diesmal
Neuwahlen statt. Als Vorsitzender wurde Mathias Remmel jun. Gewählt.
Zwei wichtige Themen wurden diesmal angesprochen: nach wie vor das Heimatbuch
und die Erhaltung (Instanthaltung) des Friedhofs, der Kirche und Denkmäler
in der alten Heimat.
Zur Auflockerung des Tages und der Atmosphäre sorgte wieder eine
Fotoausstellung, eine gelungene Tombola, der von den Bruckenauer – Nürnberger
selbstgebackene Kuchen und selbstverständlich die Ausstellung der
Kinder in Bruckenauer Tracht bei dem festlichen gestalteten Gottesdienst
am Vormittag.
Alles in einem – eine gut organisiertes und gelungenes Fest.
1995
Rechtzeitig wurde wieder an alle Bruckenauer Einladungen zum siebten
Heimattreffen am 17. Juni 1995 in Nürnberg, verschickt.
Etwa 280 Landsleute folgten diesem Aufruf. In Erinnerung an unser Kirchweihfest
wurden Gedichte vorgetragen, Kinder scheuten es nicht, sich wieder in der
bekannten Bruckenauer Tracht zu zeigen, und der gute selbstgebackene Kuchen
hat auch nicht gefehlt.
An einer gelungenen Fotoausstellung konnte man einige Zeit verweilen,
die einen Querschnitt durch Brauchtum und Kultur in Bruckenau darstellte.
Einige Landsleute konnten sich auf alten Kirchweihbildern wieder erkennen.
Für gute Stimmung sorgte diesmal musikalisch Reinhardt Scherer
mit seinen „Banater Musikanten“.
Eine besondere Ehrung wurde an diesem Tag auch vorgenommen, was nicht
zu vergessen sei. Unserem HOG Vorsitzenden Mathias Remmel jun. wurde die
Verdienstmedaille in Silber der Landsmannschaft der Banater Schwaben überreicht.
Leider konnte er sich nicht lange daran erfreuen, denn ein Monat danach,
am 24. Juli, überraschte alle sein plötzlicher Tod.
1997
So
schnell vergeht die Zeit. Wir schreiben den 24. Mai 1997, das achte Heimattreffen.
Bedingt durch den Tod unsere Vorsitzenden Mathias Remmel jun., mussten
Neuwahlen vorgenommen werden. Manfred Loris wurde einstimmig für dieses
Amt gewählt. Er erstattete auch einen Tätigkeitsbericht, wieder
mit dem Hauptthema Heimatbuch, dass immer noch nicht erschienen ist. Überraschenderweise
konnte man aber das Bruckenauer Ortssippenbuch 1760 – 1852 vorstellen,
Autoren Martin und Edith Schmidt, mit dem niemand so schnell gerechnet
hat (… gibt noch zu kaufen).
Eine wieder gelungene Fotoausstellung von Manfred Loris zu dem Thema
„Kirchweih in Bruckenau“, Bilder seit der Jahrhundertwende bis zum Ende
des kulturellen Lebens im Dorf, hat zum Verweilen eingeladen. Auch konnte
man Bilder und Videokasetten von und über Bruckenau erwerben.
1999
Neuntes Bruckenauer Heimattreffen am 12. Juni 1999 in Nürnberg.
Ein Fest, dass ein zweites miteinschließt – das 275-jährige
Gründungsfest unserer Heimatgemeinde.
Die Ortsmonographie – das Heimatbuch musste man diesmal nicht kritisch
wie in den Jahren zuvor angehen – sie (es) ist bereits erschienen (...
es gibt noch welche zu kaufen).
Vorsitzender Manfred Loris dankte unserem Landsmann Reinhardt Scherer,
der zu Ende brachte, was man seit 1980 begonnen hat und jahreslang aus
verschiedenen Gründen nicht zustande kam. Es war eine großartige
Leistung von ihm, aber auch von allen die mit Rat, Tat, Zeit, Geduld, Geld,
Material … beigetragen haben.
Des weiteren konnte man berichten, dass Bruckenau mittlerweile auch
im Internet vertreten ist, was Helmut Schlauch zu verdanken ist.
Viel wurde geleistet und abgeschlossen. Doch schon hat man neue Ziele
vor Augen, so der Vorsitzende Manfred Loris: ein Bilderband zum Thema „Kirchweih
und Musik in Bruckenau“ oder Dokumentationen zu anderen Themen. Alle Landsleute
sind aufgerufen dazu in jedwelcher Form beizutragen.
Es gab, wie man sieht, wieder viel zu berichten, zu besprechen und
planen. Trotzdem blieb auch noch reichlich Zeit zum Austausch, zum gemütlichen
Beisammensein und beim Abschied versprach man sich bald wieder zu sehen.
2001
Zum
zehnten Heimattreffen am 30. Juni 2001 in Nürnberg versammelte man
sich zum Gottesdienst in der Kirche „Maria am Hauch“ wie so oft schon.
Diesmal wurde der Gottesdienst von den Bruckenauer Musikanten umrahmt und
Kindertrachtenpaare waren auch wie jedes Jahr dabei.
Zum Festakt und Begrüßung ging es nachher in die Gaststätte.
Diesmal wurde auf den schlechten Zustand unserer Heimatkirche und den Friedhof
hingewiesen. Man hat an die Landsleute appelliert, bei einer Renovierung,
diese durch Spenden zu unterstützen.
Neuwahlen standen auch wieder an. Als Vorsitzender wurde Manfred Loris
wiedergewählt. Frau Katharina Donos verabschiedete sich nach 16-jähriger
Tätigkeit als Kassenwart der HOG. Für die Arbeit, die sie sehr
korrekt und gewissenhaft während ihrer ganzen Tätigkeit geleistet
hat, sagt die HOG Bruckenau nochmals vielen Dank.
Diesmal luden die „Bruckenauer Musikanten“ – Donaufranken – unter der
Leitung von Hans Eichinger (Jahrmarkt) zum Tanz ein. Bis in die frühen
Morgenstunden konnten sie Jung und Alt auf der Tanzfläche bewegen.
2003
Samstag,
28. Juni 2003, Nürnberg. Schon das elfte Bruckenauer Heimattreffen.
Diesmal konnte man berichten, dass das gesetzte Ziel von 2001 – dem
Bruckenauer Friedhof ein würdiges Ansehen zu verleihen – Folge geleistet
wurde. Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Landsleute Hermann
Pinkert und Michael Werbos jun. Ist es gelungen umfangreiche Instandhaltungsarbeiten
durchzuführen. Der Zaun wurde teilweise erneuert, ebenso das Eingangstor,
20 Meter Gehweg betoniert, die Brunnenumzäunung aufgestellt, eine
neue Wasserpumpe installiert usw. Ebenso ein neues Kreuz, diesmal aus Eisen
aufgestellt. Ein Friedhofsverwalter, der für die Friedhofsanlage (nicht
für die einzelnen Gräber) verantwortlich ist wurde eingesetzt.
Dies alles konnte nur ermöglicht werden, durch die zahlreichen Spenden
unserer Landsleute von hier in Deutschland. Eine Bilderausstellung über
all diese Arbeiten war auch zur Ansicht vorbereitet. Ebenso eine sehr gelungene
Ausstellung von Bildern mit Motiven von Korn – und Mohnblumen, aufgenommen
bei Fahrten ins Banat von Manfred Loris, lud zum Besichtigen und Bestaunen
ein.
Zum Kaffee und Kuchen / Torten, gebacken von den Nürnberger –
Bruckenauer Hausfrauen lies man sich gerne wieder einladen und die Tombola
gab auch zu mancher Belustigung Anlass. Die Nürnberger hatten sich
wieder bestens vorbereitet. Den „Donau – Franken“ gelang es auch eine lustige
Stimmung zu zaubern, wo Alt und Jung das Tanzbein bis in die frühen
Morgenstunden schwingen lies.
2005
Nun haben wir uns heute, den 04. Juni 2005 zum 12. Heimattreffen in
Nürnberg zusammengefunden.
Sinn und Zweck eines jedes Treffens ist ja hauptsächlich sich
zu begegnen, zu plaudern und fröhlich beisammen zu sein.
Ich habe versucht ihnen einen Einblick über 10 Jahre Tätigkeiten
der HOG – Bruckenau, was sich eigentlich über 20 Jahre ausdehnt –
zu geben, mehr oder weniger anhand des Verlaufs unserer Heimattreffen.
Zweck unserer HOG ist aber nicht nur das Organisieren und die Durchführung
von Treffen, sondern über die hinaus die Geschichte unserer Heimat,
insbesondere den Beitrag zu deren Entwicklung zu dokumentieren, sowie die
Überlieferungen, Sitten und Gebräuchen, das gesamte Kulturgut
unserer Gemeinde zu pflegen. Eine wichtige Aufgabe war und ist auch das
Aufrechterhalten der Verbindungen zu den noch in unserer Heimatgemeinde
lebenden Landsleuten, diesen auch moralische und materielle Hilfen zukommen
zu lassen. Diesbezüglich wurden Lebensmittelpakete versandt. In den
letzten Jahren wird durch das Hilfswerk der Banater Schwaben eine finanzielle
Zuwendung vergeben.
Eine umfangsreiche Tätigkeit unserer Heimortsgemeinschaft ist
auch ihr Beitrag bei der Heimatzeitung „Banater Post“. Hier werden unter
dem Kapital „Nachrichten aus Heim und Familie“ Geburtstagsgrüße
zum 60, 65, 70, 75, 80, 81, … Wiegefeste, Eheschließungen, Ehejubiläen
(Silberne Hochzeit, Rubinhochzeit, Goldene Hochzeit, Diamantene Hochzeit,
Eiserne Hochzeit, Gnadenhochzeit), Geburten Todesfälle soweit bekannt,
veröffentlicht. Dafür war erstmals das Sammeln von Personaldaten
und Anschriften unserer Landsleuten erforderlich. Dies waren erste Schritte
zur Anlage unserer Ortskartei. Der Stand zum 31. Mai 2005 sieht folgendermaßen
aus:
erfasst sind 1004 Landsleute, davon leben in:
- Deutschland: 995 Personen
- Kanada:
5 Personen
- Argentinien: 2 Personen
- Österreich:
2 Personen
Außer Veröffentlichungen dieser Art ist man bestrebt auch
über unsere Gemeinde selbst, Jahrgangstreffen, Heimattreffen oder
Mundart zu berichten.
Er äußerst wichtiger Aufgabenbereich ist auch der, der Begutachtung
von Vermögensschäden unserer Landsleute durch die Enteignung
im Jahre 1945. Zu den Feststellungsverfahren bei der Heimatauskunftsstelle
in München sind Vertrauensleute bestellt, die immer zur Verfügung
stehen, so das die Vorgänge sachgerecht erledigt werden können.
Wenn auch schon fast abgeschlossen, möchte ich es trotzdem erwähnen.
Um die Arbeit der HOG zu fördern und die Verbindung zwischen ihr
und der Landsmannschaft zu vertiefen, findet einmal jährlich eine
vom Bundesvorstand der Landsmannschaft einberufene Arbeitstagung statt.
An dieser nimmt der Vorsitzende bzw. dessen Vertreter unsere Gemeinde teil
Die Aufgaben unsere Heimatortsgemeinschaft sind mit dem hier erwähnten
noch lange nicht erschöpft. Immerhin ist es erwähnenswert was
bis jetzt geleistet wurde und an dieser Stelle sei allen nochmals für
ihren unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz vielmals gedankt
In den 20 Jahre HOG – Bruckenau waren es 22 Landsleute, die als gewähltes
Mitglied in dieser Gemeinschaft tätig waren oder auch noch sind. Hier
ihre Namen: Die Frau von Anfang an dabei, und es freut uns, dass sie immer
noch dabei ist, hoffentlich auch noch lange dabei bleibt = Eva Tittchen.
Sie können heute ein Jubiläum feiern, denn sie blicken auf 25
Jahre aktive Arbeit für die Gemeinschaft zurück. Lob, Dank und
Ehrfurcht für ein über 25-jähriges Ehrenamt – die HOG Bruckenau
ist stolz auf sie. In alphabetischer Reihenfolge werde ich jetzt alle anderen
ehemaligen oder noch tätigen Mitglieder aufzählen: Basting Peter,
Donos Katharina, Ehr Anna, Feith Helfried, Grosz Josef, Jung Christian,
Junkert Ludwig, Junkert Mathias, Kollmann Herbert, Kunz Gerade, Kunz Peter,
Lippert Hannelore, Loris Charlotte, Loris Manfred, Maurer Erika, Neu Johann,
Pinkert Hermann, Remmel Mathias, Roth Mathias Roth Walter und Straky Hans.
All ihnen auch ein herzliches Dankeschön.
Ein herzliches Dankeschön seitens der HOG – Mitglieder an alle,
die sich für die Interessen der Gemeinschaft einsetzen und diese unterstützen.
Ein persönliches Dankeschön und ganz viel Lob möchte
ich heute hier den Nürnberger – Bruckenauer aussprechen. Es ist mit
ein Bedürfnis dies heute hier in der Öffentlichkeit zu sagen.
Ich weis das zu schätzen was ihr für jedes Bruckenauer Heimattreffen
tut. Planen, organisieren, vorbereiten, sich mit Sicherheit auch manchmal
ärgern weil manches nicht so läuft wie es sein sollte, oder es
gerne hätte, zu aller letzt dann auch noch unberechtigte Kritik einzustecken
– bleibt dann noch Muse für und am langersehnten Tag? Hebt kein Bedenken
oder schlechtes Gewissen, es ist alles wunderbar – D A N K E.
Und das alles für Bruckenau.
Bruckenau – ein Banater Dorf an der Lippaer Straße, unweit von
Temeswar, in Rumänien.
Bruckenau – Inbegriff einer vertrauten Heimat.
Bruckenau – Immer noch aktuell?
- Verlorenes zurückgelassenne?
- Erinnerung?
- Vergangenheit?
Für jeden von uns mag das unterschiedlich klingen. Tatsache ist
aber, dass es BRUCKENAU gibt und auch weiter geben wird. Da wollten schon
unsere Ahnen, das möchten wir und es soll in diesem Sinne ein Appell
an die jüngere Generation auch sein.
Führen wir weiter, was uns in die Wiege gelegt wurde, was wir
von unseren Eltern und Großeltern gelernt haben, was uns bindet,
verbindet und verpflichtet.