Am Samstag, den 28 Juni, fand in Nürnberg das elfte Bruckenauer
Heimattreffen statt.
Heimattreffen tragen zum Erhalt der Dorfgemeinschaft bei, gemeinsame
Erlebnisse und Erinnerungen an die alte Heimat verbinden uns, trotzdem
wir uns hier in der
neuen Heimat integriert haben und uns hier auch wohlfühlen.
Eröffnet wurde der Heimattag um 11 Uhr mit dem gemeinsamen Gottesdienst
in der St.Willibald Kirche, zelebriert durch Kaplan Roland Seger von der
Kirche "Maria am Hauch". Voran die Kindertrachtenpaare, die Ministranten
und Kaplan zogen sie in die Kirche ein.
In seiner Predigt wies letzterer auf einige Aspekte hinsichtlich des
religiösen Lebens in unserer Heimat hin. Musikalisch umrahmt wurde
der Gottesdienst vom "Marienchor" unter der Leitung von Willi Baumeister.
Meist uns altbekannte Lieder wurden gesungen.
Das
Mittagessen und die nachfolgende Festversammlung fanden im "Genossenschafts-Saalbau"
statt.
Vorsitzender Manfred Loris hieß alle Landsleute und Gäste
hier im Saal willkommen, ebenso richtete er Grüße an all unsere
Landsleute die hier in Deutschland leben und nicht anwesend waren, die
in der alten Heimat noch lebenden, sowie in aller Welt lebenden Bruckenauern.
Als Ehrengast und Festredner begrüßte er Vorstandsreferent
Herrn Peter Dietmar Leber aus München. Einen angenehmen Aufenthalt
wünschte er dem aus Bruckenau angereisten Landsmann Michael Werbos.
Danach trug Beate Feller einen Kirchweihspruch vor. Mit einer Minute
des Schweigens wurde der verstorbenen Landsleuten gedacht.
In seinem Tätigkeitsbericht wies der Vorsitzende Manfred Loris
darauf hin, daß das Anliegen unserer Landsleute, das beim letzten
Treffen angesprochen wurde,
nämlich dem Bruckenauer Friedhof ein
würdigeres Ansehen zu verleihen, Folge geleistet wurde. Mit der tatkräftigen
Unterstützung unserer Landsleute Hermann Pinkert und Michael Werbos
ist es gelungen umfangreiche Instandhaltungsarbeiten durchzuführen.
Der Zaum wurde teilweise erneuert, ebenso das Eingangstor, 20 Meter Gehweg
betoniert, die Brunnenumzäunung aufgestellt, eine neue Wasserpumpe
usw. Ebenso ein neues großes Kreuz, diesmal aus Eisen aufgestellt.
Ein Friedhofsverwalter, der für die Friedhofsanlage (nicht für
die einzelnen Gräber) verantwortlich ist, und der eine monatliche
Entlohnung erhält, wurde eingesetzt.
Dies alles konnte nur ermöglicht werden, durch die zahlreichen
Spenden unserer Landsleute von hier in Deutschland. Im Namen des Vorstandes
der H.O.G. sprach der Vorsitzende ein herzliches Dankeschön an alle
Spender. Der Friedhof, als Zeuge einer vergangenen Zeit, obzwar verlassen,
soll aber nicht vergessen werden.
Im Saal war eine Ausstellung mit Bildern über die Arbeiten auf
den Friedhof, sowie über die Weihe des großen Kreuzes aufgestellt.
Der H.O.G. ist es ebenso gelungen Kopien von Geburt, Sterbe und Heiratsmatrikel
zu erhalten. Geburten 1911-1990, Traungen 1936-1990, Verstorbene 1948-1990.
Diese können zu
jeder Zeit eingesehen werden. Weiterhin beschrieb der Vorsitzende den
schlechten Zustand unserer Heimatkirche, was das Dach und die Außenfassade
betrifft. Ohne mißverstanden zu werden meinte er, daß wir uns
nicht ganz von der Verghangenheit lösen können. Es wäre
schade tatenlos unsere Heimatkirche dem Verfall preiszugeben. Durch eine
kleine Spende der Bruckenauer hier in Deutschland, ließe sich das
Problem lösen.
Bei unserem nächsten Treffen im Jahre 2005 feiern wir 20 Jahre
H.O.G. Bruckenau.
Zu diesemJubiläum lud der Vorsitzende schon jetzt alle Landsleute
dazu ein.
Ein Lob ging auch an Frau Gerda Kunz, die die Familiennachrichten stets
gewissenhaft an die "Banater Post" einsendet.
Es folgte der Kassenbericht von Kassenwart Christian Jung.
Unser Ehrengast Peter Dietmar Leber überbrachte die Grüße
des gesamten Bundesvorstandes an der Spitze mit Bundesvorsitzenden Bernhard
Krastl, sowie aller Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle München.
Unser Landsmann Helmut Schlauch bekam eine Ehrenurkunde , für seinen
Verdienst, die Internetseite der H.O.G.zu erstellen. Er veröffentlicht
was uns Bruckenauer interessiert: Neuigkeiten aus der alten Heimat, das
Heimatbuch wird hier vorgestellt usw. Das alles in eigener Regie, ohne
eine Zuwendung seitens der H.O.G.
Unsere
Anwesenden Senioren von 80 Jahren und darüber, 10 an der Zahl, wurden
herzlich begrüßt und bekamen je ein Geschenk in Form von einem
Bild mit "Pipatsche".
In einem Nebenraum war eine gelungene Ausstellung von Bildern, alle
mit Motiven von Korn und Mohnblumen, eben der "Pipatsche", aufgenommen
bei Fahrten in´s Banat von Manfred Loris.
Es folgte die Einladung zu Kaffee und Kuchen.
Die Nürnberger Hausfrauen hatten sich wieder einmal selbst übertroffen
mit den gebackenen Torten und Kuchen. Die Tombola gab zu mancher Belustigung
Anlass.
Ein herzliches Dankeschön ging an alle die dazu beigetragen haben
dieses Fest zu gestalten. Besonders auch an die Kindertrachtenpaare: Beate
Feller, Florian Feith, Silke Jung, Karsten Loch, Simone Jordan.
Ebenso dankte der Vorsitzende allen Kuchen, Kaffee und Tombolaspendern,
den Kassierern: Helfried Feith, Christian Jung, Peter Jung und Daniel Loris.
Zum Tanz spielten die "Donau-Franken" unter der Leitung von Hans Eichinger. Es gelang ihnen eine lustige Stimmung zu zaubern.
